Wenn der Aquarianer jedoch einige Regeln beachtet und bereit ist diesen Tieren auch im tiefsten Winter Lebendfutter zu bieten, gestaltet sich die Zucht und die Haltung garnicht so schwer.
Wir bekamen von einer unserer Kundinnen 6 erwachsene Tiere, da sie keinen platz mehr für diese doch an Seepferdchen erinnernden Fische mehr hatte (Süßwassernadel gehören übrigens wirklich zur Familie der Seepferdchen).
Da sie die Tiere schon länger hielt konnte sie uns auch genaue Angaben zu den Wasserwerten geben.
Die waren wie folgt:
pH-Wert 8,2
Leitwert >1000
Temperatur 23°C
Auf 10 Liter Wasser 1 Teelöffel Salz
Mit diesem Wissen haben wir dann ein Becken fĂĽr die Enneacampus ansorgii vorbereitet in das sie dann einzogen.
Der Bodengrund wurde mit Coralit ausgestattet, da wir hier ein sehr weiches Wasser haben und Coralit sehr gut aufhärtet.
Dann noch einige Steine, etwas Holz und ein paar Pflanzen die auch mit dem Salz kein Problem haben.
Nachdem die Nadeln dann tropfenweise an das Wasser angepasst wurden, bezogen sie ihr neues Zuhause.
Wir bekamen noch die Mitteillung das eines der Männchen der Enneacampus ansorgii wohl tragend sei, aber da sie ersteinmal in der Dekoration verschwanden konnten wir nicht sehen ob es wirklich so war durften wir gespannt warten.
Gefüttert wurden die Süßwassernadeln mit Artemianauplien und gesiebten Wasserflöhen.
Kaum war das Futter im Wasser, tauchten die Enneacampus ansorgii aus ihren Verstecken auf und begannen zu fressen, von Umsetztstress keine Spur.
Drei Tage später waren die jungen Süßwassernadeln bereits im Becken zu sehen.
Sie fraĂźen auch sofort Artemianauplien und Pantoffeltierchen.
Selbst die Pantoffeltierchen hatten mit dem Salzgehalt keinerlei Probleme.
2 Tage später zeigte ein erwachsenes Tier einen leichten Pilzbefall gegen den wir ein Präparat ins Wasser gaben.
Ein böser Fehler........
Am nächsten Tag war bereits über die Hälfte der Jungen tot.
Die kleinen hatten scheinbar das Kupfer da im Präparat enthalten war nicht vertragen.
Also schnell einen Wasserwechsel von 80%.
Leider verstarben auch die anderen Jungnadeln bis auf eine
2 weitere Wasserwechsel regten die Alttiere dann jedoch zu neuen Werbungen an und es kam auch erneut zu einer Eiübergabe an das Männchen.
Inzwischen sind neue Jungtiere im Becken und es scheint ihnen auch sehr gut zu gehen.
Allerdings konnten die ersten Jungnadel nur Pantoffeltierchen fressen, Artemianauplien waren noch zu groĂź.
Inzwischen ist die 3. Generation da, und es geht allen gut.
Verluste waren bisher nicht mehr zu beklagen.
Die Tiere leben in einem Becken 60x30x30 und die Alttiere nehmen keinerlei Notiz von den kleinen.
GefĂĽttert werden sie 2x am Tag mit Artemia und zur Sicherheit mit Pantoffeltierchen fĂĽr die ganz Kleinen.
Ob das Salz wirklich notwendig ist können wir nicht mit Sicherheit sagen, es ist bekannt, das bei Enneacampus ansorgii auch im harten Wasser ohne jeglichen Salzzusatz eine erfolgreiche zucht gelungen ist.


