infusorien.... das futter für die ganz kleinen •

infusorien.... das futter für die ganz kleinen

infusorien.... das futter für die ganz kleinen

Beitragvon luzi69 am Donnerstag 8. Juli 2010, 00:13

irgendwann kommt bei jedem züchter wohl mal der Moment wo er sich auch mal an salmler, barben etc. wagen will.
und hier stellt sich vielen nun die frage: wo bekomme ich für meine babyfische das futter her?
in den meisten fällen dürften artemien deutlich zu groß sein und infusorien in trockenform funktionieren auch nicht immer wie sie sollen.
bleibt also nur die möglichkeit eines zuchtansatzes (beim händler des vertrauens) oder eben selber züchten.
eigentlich alles kein problem, wenn man etwas geduld hat und sich um die kleinen tierchen auch kümmert.
von vorteil ist es wenn man ein mikroskop besitzt. ein einfaches schülermikroskop wie es sie oft in verschiedenen läden gibt genügt völlig.
es ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber es erleichert die sache doch sehr.
kommen wir zu den infusorien.
wir benötigen lediglich ein behältnis zwischen 2 und 5 ltr., aquariumwasser und heu.
das heu bekommt man eigentlich in jeder zoohandlung als futter für kanichen, meerschweinchen, etc.
in das gefäss heu einfüllen... so grob gesagt halb voll... und mit aquarienwasser auffüllen. statt aquarienwasser geht auch regenwasser, dauert aber meist etwas länger.
nennt sich heuaufguss :zwinkere:
und nun......warten !!!!
bei uns hat es etwa 4 wochen gedauert, bis ausreichend infusorien vorhanden waren. dafür aber auch alle möglichen sorten.
hier ist es nun von vorteil ein mikroskop zu haben, ein tröpfchen vom wasser auf die scheibe und dann ein deckglas drauf und bei 200facher vergrösserung kann man es wimmeln sehen.
die größeren pantoffeltierchen sieht man auch mit bloßem auge, aber es ist eben ein wenig schwerer.
dieses wasser könnten wir nun direkt ins Becken mit den jungfischen einfüllen (natürlich ohne heu) und die kleinen hätten zu fressen.
für eine glegenheitszucht mag das auch reichen, doch braucht man infusorien öfter, müssen wir doch etwas mehr tun.
haben wir die kleinen tierchen nun zum leben erweckt, wollen wir ja auch das sie weiterleben und sich fleissig vermehren.
dazu nehmen wir am besten behältnisse mi ca. 5ltr. inhalt, bewährt haben sich kunststoffkanister für mineralwasser oder dest.wasser wo einfach der kopf mit einem teppichmesser abgeschnitten wird so das wir eine schöne große oberfläche haben.
dorthinein füllen wir von dem infusorienwasser etwa ein viertel und etwas vom bodensatz.
der rest wird mit mindestens einem tag altem abgestandenen wasser aufgefüllt.
auf KEINEN fall frisches wasser nehmen, das vertragen die infusorien nicht.
als futter kommen einige tropfen 10% kondensmilch hinzu, gerade soviel das nach dem umrühren eine LEICHTE trübung eintritt.
lieber weniger als zuviel !!!!
nach 2 - 3 tagen sollte das wasser wieder klar sein. wenn nicht, wurde zuviel gefüttert.
sollte das ganze nach spätestens 5 tagen noch immer trüb sein, muß wohl oder übel alles weggekippt werden und man beginnt neu.
also daran denken, immer nur ganz wenige tropfen, nachfüttern geht immer.
wenn alles richtig gelaufen ist, hat man nach ca. 14 tagen reine pantoffeltierchen, auch milchinfusorien genannt.
man kann sie mit bloßem auge durch das wasser ziehen sehen.
einen teil davon kann man schon verfüttern, indem man etwas von dem wasser zu den jungfischen gibt. allerdings sollte man sich auch, wenn man vorhat öfter zu füttern, noch 2 oder 3 zusätzliche kulturen anlegen.
so hat man immer die sicherheit genug futter zu haben.
das wichtigste bei solchen kuturen ist, sie nicht zu vergessen. ein paar tropfen kondensmilch wenn das wasser klar gefressen ist und bei nicht gebrauch alle 2 wochen 50% wasserwechsel mit abgestandenem wasser.
im laufe der zeit hat sich bei uns ein rötlicher bodenbelag gebildet, den die infusorien offenbar brauchen.
also keinesfalls diesen bodenbelag entfernen, und bei einem neuansatz einen teil davon mit in das neue behältnis überführen.
sollte es etwas unverständlich geschrieben haben, oder die ein oder andere frage gibt es noch: schreit... ich helfe immer gern ;-)
wer sich die ganze prozedur mit dem heu ersparen will, kann auch ansätze für milchinfusorien direkt kaufen.
lg
marion


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Re: infusorien.... das futter für die ganz kleinen

Beitragvon Guidolino am Donnerstag 8. Juli 2010, 00:19

Hi Marion

Habe für meine ersten Killi Jungen eine kleine Schale (Haribo) mit Futter + Wasser unter direktem Licht angesetzt. Und es hat bis jetzt gut gefunzt. Die ersten nehmen bereits normales Futter.
Hatte mal das Flüssigfutter getestet und gleich wieder abgesetzt, zu viele Ausfälle.
Ach, ne Bananenschale tut auch ihren Dienst...

LG Guido
Wer pflügt..., ist auch bereit, etwas zu verändern. G.R.

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